Wanderweg

 Wanderweg um den Pfäffikersee
 Zürcher Wanderwege (ZAW)
Wanderweg um den Pfäffikersee, Photo A.Scheidegger
Die Wanderung um den See mit seinen stillen Schilfufern und seiner geschützten Tier- und Pflanzenwelt bietet jedem Freund unberührter Natur hohen Genuss. Von Wetzikon aus bestehen mehrere Zugangsmöglichkeiten. Mit dem Bus 1 vom Bahnhof Wetzikon bis zur Haltestelle Schloss, mit der Linie 2 und 3 vom Bahnhof Wetzikon bis zur Haltestelle Buchgrindel oder mit der S3 der SBB bis zum Bahnhof Kempten. So kommen wir, immer der gelben Markierung folgend, nach Robenhausen. Dieser Teil Wetzikon hat seinen Dorfkern mit den niedrigen Flarzhäusern weitgehend erhalten können. Am Ende der malerischen Dorfstrasse beginnt der Flurweg, der am Rande des Robenhuserrietes zur Messikommereiche führt. Diese Eiche erinnert an Jakob Messikommer, der bei der Absenkung des Pfäffikersees und der Korrektion der Aa 1858 alte Pfähle fand. In der Umgebung kamen, ungefähr 1,5 m unter der Oberfläche, weitere Gegenstände zum Vorschein, so Steinbeile, Pfeilspitzen aus Feuerstein, Tonscherben, Stech- und Schabwerkzeuge aus Knochen. Anhand dieser Funde konnte man auf eine jungsteinzeitliche Siedlung schliessen, die um 2500 - 2000 v. Chr. bestanden haben muss und sich über eine gute Hektare ausdehnte.

Der Weg setzt sich fort zur Schifflände Seegräben. Von der Höhe grüsst das traute Dörfchen mit der Kirche. An der Badeanstalt, sie ist kostenlos, folgt der schmale Weg dem Westufer des Sees und biegt nach dem Talhof scharf nach rechts ab. Durch das Giwitzenriet nähern wir uns Pfäffikon, dessen Kirche uns als Wegweiser dient. Unterwegs bemerken wir links und rechts seltene geschützte Pflanzen. Ueber den kürzlich neuerstellten Steg kommen wir zur Fischzuchtanstalt und zu den Quaianlagen von Pfäffikon. Vielleicht schauen wir uns im nahen "Cheer" und im "Platz" die Flarzbauten und die Fischerhäuser mit Webkellern aus dem 18. und 19. Jahrhundert an. Durch Quartierstrassen und ein Feldsträsschen gelangen wir zum Römerkastell Irgenhausen. Es wurde zur Zeit des Kaisers Diokletian um das Jahr 294 n. Chr. erbaut. Es ist nicht an einer römischen Hauptheeresstrasse gelegen, sondern diente als Sperrfort an der Verbindungsstrasse Vitodurum nach Kempraten am Zürichsee. Bereits um 400 wurde es geräumt und bei den Alemanneneinfällen zerstört. Zwischen 1898 und 1908 liess die Antiquarische Gesellschaft Zürich die Ruinen ausgraben und konservieren.

Wir folgen dem Abhang des Oetschbüel und wandern durch das Ried zur Brücke über den Chämptnerbach. An der Mündung des Baches liegt am See das idyllische Strandbad Auslikon, das der Gemeinde Wetzikon gehört. Der Wanderweg setzt sich zwischen dem Strandbad und dem Campingplatz fort und führt durch das Robenhuserriet und durch die Müliwisen bis zur Haltestelle Schloss. Wer etwas Näheres über den Pfäffikersee, der im "Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung" (BLN) Aufnahme gefunden hat, erfahren möchte, greife zum natur- und heimatkundlichen Führer "Der Pfäffikersee" von Hansruedi Wildermuth.

Zugänge nach Robenhausen:

Kempten Bahnhof

552

 

Robenhausen

540

40 Min

 

 

 

Haltestelle Schloss

534

 

Robenhausen

540

25 Min

 

 

 

Haltestelle Buchgrindel

538

 

Robenhausen

540

10 Min

Seegräben Schifflände

537

10 Min

Pfäffikon

538

1 Std. 20 Min.

Römerkastell Irgenhausen

563

1 Std. 40 Min.

Strandbad Auslikon

538

2 Std. 10 Min.

Haltestelle Schloss

534

2 Std. 40 Min.


 
Text: Alfred Dübendorfer, ZAW.