Scan1

Die Jahresberichte sind immer noch lesenswert. In ihrer Gesamtheit bieten sie einen Einblick in die Tätigkeit und auch in den Wandel der Tätigkeiten der Vereinigung Pro Pfäffikersee.

Die Tätigkeitsberichte wurden meist als Broschüren im DIN A5-Format gedruckt. Sie sind geheftet.

Puristisch wäre es gewesen, wenn man diese Broschüren ausheftet und die Blätter eines nach dem anderen scannt. Damit könnte mit umseitigem Drucken, zusammenstellen und heften wieder die ursprüngliche Form erreicht werden. Das Lesen am Bildschirm ist allerdings gewöhnungsbedürftig da sich die Seiten nicht natürlich folgen.
Mit etwas Arbeit kann auch eine Broschüre im DIN-A5 Format entstehen, bei der die Seiten richtig geordnet sind.

Die einfachste Alternative ist ein Scan von der jeweiligen DIN-A4 Fläche, die zwei Seiten umfasst. Damit beginnt die Broschüre jeweils mit der letzten Seite, lässt aber den Rest in der ursprünglichen Ordnung. Sie hat zudem den Vorteil, dass voll bebilderte Umschläge zusammen bleiben.

Nach etlichen Ärgernissen (siehe OCR) habe ich mich zur Deluxe Lösung entschieden:
Das heisst:alle Seiten werden mit 300 DPI gescannt, wenn farbig, dann farbig.
Es wird darauf geachtet, schon beim Scan das Hintergrundrauschen z.B. von Umweltschutzpapier möglichst zu unterdrücken. Bei jeder Änderung des Bilds, des Kontrasts,  des Gamma-Werts und auch anderen Verbesserungen der Bildqualität, geht Information verloren. Je näher diese Arbeit bei der ursprünglichen Info-Quelle (dem Papier-Original) gemacht wird, desto weniger geht verloren. Bei Scanner stehen 48 bit Farbtiefe an, von denen schliesslich maximal nur 24 gebraucht werden.
Dann wird ausgefleckt und die einzelnen Bilder ausgezogen. Um das descreening (Entrasterung) in Grenzen zu halten, wurde üblicherweise mit dem Gauss-Filter gearbeitet. Das descreening mit dem Scanner liefert zwar bessere Resultate, dauert aber sehr lange.
Bei kleinen Teilen (Isopleten) hatte ich noch die Zeichnungs-Originale im Vektor-Grafik-Format. Dies lässt sich verlustfrei ins PDF-Format übertragen.

Mit Omnipage wird die Textwandlung gemacht und mit Winword (“Missbrauch” als Layout-Software) in eine, dem Original möglichst ähnliche Form gebracht. Diese Datei ist das Pseudooriginal für PDF-Files (farbig oder schwarz/weiss), das mit PDFCreator .und Ghostscript 8.54 erzeugt wurde.
Bei diesem Vorgehen verliert der Leser (Historiker) das Papier, die exakte Schriftart(en) und die Druckart. Er bekommt dafür eine Datei mit gestochen scharfem Schriftzug - die aber noch ein paar Konvertierungsfehler enthalten kann. Ich habe versucht den Mangel mit einem Kürzestbeschrieb “Form” oder “Formales” auszugleichen. (Siehe auch Scan2) Gemessen wurden die Papierdicken mit einem Mikrometer und die Papiergewichte mit eine Briefwaage.

Auf diese Art entstehen Files die möglichst kurz sind. Ich finde es nicht sinnvoll, lausige Bildchen der Buchstaben mitzuliefern.

Finden mit Google: Die erste Version hatte noch einen Schönheitsfehler, da Google den ersten Text, den er auf der PDF-Seite findet, zum Titel deklariert. Weil die PDF-Broschüren meist mit der letzten Seite beginnen, hiessen sie entweder Vorstand, oder bei Vollbild: “untitled”. Nun wurden die wirklichen Titel als blasser Text, der den Leser kaum stört, nachgereicht.

Der Inhalt dieser Jahresberichte ist von wechselnder Qualität. Teilweise stammen sie aus der Feder von ausgewiesenen Fachleuten; dann muss auch zwischen den Zeilen gelesen werden. Andere stammen von wohlgesinnten Laien, die sich mit dem Thema aus Liebhaberei beschäftigen.
Es wurden keine Peer-Reviews durchgeführt - (Durchsicht und eventuelle Korrektur durch Wissenschafter des selben Fachgebiets (die sogenannten Peers).) Dies dient bei wissenschaftlichen Zeitschriften der Qualitätssicherung.
Ich habe nur dann Kommentare zugefügt, wenn es dem besseren Verständnis dient.

Ein Randbemerkung zur Ruderalfläche im Jahresbericht 2007:
Es wird beschrieben, wieviel Kilogramm Samen auf welche Fläche ausgebracht wurde - Es steht aber kein Wort über die Herkunft der Samen. Hier ist darauf zu achten, dass keine Florenver- fälschung gemacht wird, denn bei einheimischen Wildpflanzen spielt nicht nur die Art, sondern auch die Lokal-Sippe eine Rolle. In solchen Fällen ist die kantonale Fachstelle für Naturschutz eine grosse Hilfe - indem sie Zugang zum richtigen (lokalen) Saatgut hat; allerdings gibt es dies kaum Kiloweise. Mir ist ein Fall bekannt, in dem alle Sämereien aus Dänemark kamen, sie waren billiger. Ein schweizerischer Einheitsmix (auch der Fenaco) ist nur die zweitbeste Lösung des Problems. Dort werden einheimische Wildpflanzen kommerziell vermehrt, was Sippen bevorzugt, die ihre Samen nicht gleich verlieren - siehe Unterschied von Flug-Hafer zu Zuchthafer. Für den Naturschutz grenzt dies an groben Unfug. Zudem wird bei diesen Mischungen die Aesthetik berücksichtigt, was kontraproduktiv sein kann.