Notiz Frühling 2004

Die Kiebitze brüten wieder!

Bereits Ende Februar kommen die Kiebitze vom Mittelmeerraum zurück zu uns. Das Gebiet Mülibach am Pfäffikersee ist neben dem Neeracherried das Hauptbrutgebiet im Kanton Zürich. Wir können hier ihre auffälligen und lautstarken Balzspiele im Ried bewundern. Aber wie lange noch?


Bodenbrüter leben gefährlich
Kiebitz, Northern Lapwing, Vanellus  vanellus . Bild: Birdlife Schweiz
Die vier Eier des Geleges sind schwer zu entdecken. (Foto SVS)

Anfangs April beginnt in der Regel das Brutgeschäft. Da die Kiebitze am Boden nisten, ist ihr Nest vielen Gefahren ausgesetzt. Fuchs, Krähen und Greifvögel warten auf Futter. Freilaufende Hunde sind eine Bedrohung für das Gelege. Kiebitze verteidigen ihr Nest ausdauernd und laut. Je zahlreicher sie sind, desto grösser ist ihre Chance, den Eindringling abzuwehren.
Kiebitz und Rabenkrähe
Kiebitz vertreibt im Flug eine Krähe. (Foto A.Scheidegger)

Bitte Hunde an der Leine führen.

Im Mai führen die Altvögel ihre laufschnellen Küken zur Futtersuche in die angrenzenden Äcker. Sie finden dort Käfer, Insektenlarven und Würmer. Die Jungvögel sind in dieser Zeit besonders gefährdet. Es ist daher nötig, die Hunde an die Leine zu nehmen.
Brutzeit
Schaukasten der Vereinigung Pro Pfäffikersee (Foto A. Scheidegger).
Unten in der Mitte: Bekassine, einst gesamtschweizerisch das ornithologische Markenzeichen am Pfäffikersee. Gilt inzwischen als ausgestorben, macht aber in unserem Gebiet wieder vereinzelt Brutversuche! Man hört sie „ticken“.

Andreas Scheidegger

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